{"id":1694,"date":"2020-03-04T11:43:02","date_gmt":"2020-03-04T11:43:02","guid":{"rendered":"https:\/\/ortho-orofacial.com\/?p=1694"},"modified":"2020-03-04T11:43:02","modified_gmt":"2020-03-04T11:43:02","slug":"wer-sind-die-patienten-von-morgen-und-was-brauchen-sie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ortho-orofacial.com\/en\/wer-sind-die-patienten-von-morgen-und-was-brauchen-sie\/","title":{"rendered":"Wer sind die Patienten von morgen \u2013  und was brauchen sie?"},"content":{"rendered":"<h3>Das dritte Think Lab der Initiative \u201eNeustart!\u201c der Robert Bosch Stiftung untersucht, wie sich die Zielgruppen des Gesundheitswesens ver\u00e4ndern.<\/h3>\n<p><em>(ver\u00f6ffentlicht in Ausgabe 1\/2020)<\/em><\/p>\n<p>Globale Megatrends ver\u00e4ndern unsere Gesellschaft, betreffen alle Menschen und die Gesundheit. Die Experten des dritten Think Labs der Initiative \u201eNeustart! Reformwerkstatt f\u00fcr unser Gesundheitswesen\u201c waren sich daher einig: \u201eDen\u201c Patienten gibt es genauso wenig wie \u201eden\u201c B\u00fcrger. Das Gesundheitssystem muss sich weiterentwickeln, um passende L\u00f6sungen f\u00fcr seine Zielgruppen zu finden, die zunehmend speziellere Bed\u00fcrfnisse aufweisen. Um zukunftsf\u00e4hige Ideen f\u00fcr das Gesundheitswesen zu diskutieren, hatte die Robert Bosch Stiftung Ende des letzten Jahres rund 20 Experten unterschiedlicher Fachrichtungen in die Berliner Hertie School geladen.<\/p>\n<p>Zu den Einflussfaktoren, die unsere Lebensweise ver\u00e4ndern, z\u00e4hlen demografischer Wandel, Migration, Klimawandel, Individualisierung, Digitalisierung sowie Bio- und Gentechnologie. \u201eDiese Faktoren beeinflussen einander und verst\u00e4rken sich zum Teil\u201c, hob Mujaheed Shaikh, Professor of Health Governance der Hertie School, hervor. \u201eWir sind m\u00f6glicherweise nicht in der Lage, f\u00fcr jeden Faktor oder seine Wechselwirkungen und seine Auswirkungen auf die Gestaltung und Bereitstellung der Gesundheitsversorgung vorherzusagen und zu planen. Aber wir k\u00f6nnen zumindest damit beginnen, vorauszudenken, das Gesundheitssystem so vorzubereiten und zu entwickeln, dass es flexibel genug ist, um zuk\u00fcnftige Probleme, wie sie auftreten, anzugehen und auf die Bed\u00fcrfnisse und Anforderungen der Menschen einzugehen.\u201c<\/p>\n<h4>Der Einsatz K\u00fcnstlicher Intelligenz kann die Gesundheitsversorgung verbessern<\/h4>\n<p>Obwohl der demografische Wandel mit Zunahme des durchschnittlichen Lebensalters die Gesellschaft l\u00e4ngst pr\u00e4gt, sei die Gesundheitsversorgung noch immer nicht ausreichend auf \u00e4ltere Patienten eingestellt. Dies betonte Professor Stefan Willich, Direktor des Instituts f\u00fcr Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheits\u00f6konomie der Charit\u00e9. In Zukunft m\u00fcsse man mit einer weiter steigenden Zahl von Menschen hohen Alters rechnen und damit auch mit der Zunahme von Ph\u00e4nomenen wie Multimorbidit\u00e4t, d.h. Auftreten mehrerer Krankheiten bei einer Person. Professor Willich berichtete von Ergebnissen einer Untersuchung in einem Pflegeheim, nach denen manche von Multimorbidit\u00e4t betroffenen Menschen mit zehn oder mehr Arzneimitteln gleichzeitig behandelt wurden. Die Polymedikation habe bei einigen Betroffenen zu Apathie gef\u00fchrt. \u201eAls man bei ihnen die Medikamente absetzte, waren sie wieder wach und ansprechbar\u201c, sagte Willich.<\/p>\n<p>Bei der notwendigen Optimierung von Medikationen kann der Einsatz K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) helfen. \u201eGibt man alle verf\u00fcgbaren Arzneimitteldaten in ein Programm ein, lassen sich nach Auswertung die bereits bekannten unerw\u00fcnschten Wechselwirkungen von Medikamenten leichter erkennen und Fehlmedikation vermeiden\u201c, betonte Willich. Von einem systematischen KI-Einsatz sei das Gesundheitssystem derzeit jedoch noch weit entfernt. \u201eKI kann aber unsere Gesundheitsversorgung grundlegend verbessern\u201c. Ziel sei es, mit KI das medizinische Personal von Standard-Aufgaben zu entlasten, um mehr Zeit f\u00fcr die Patientenzuwendung und Patientenversorgung zu gewinnen.<\/p>\n<h4>Engagement f\u00fcr chronisch Kranke sollte gest\u00e4rkt werden<\/h4>\n<p>Besondere Aufmerksamkeit erfordern Zielgruppen mit starken Belastungen, etwa Menschen mit Behinderung und chronisch Kranke. Als Folge der steigenden Lebenserwartung nehmen altersassoziierte Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, viele Krebserkrankungen oder Demenzen weiter zu. Daneben tr\u00e4gt der medizinische Fortschritt zur Zunahme der Pr\u00e4valenz chronischer Erkrankungen bei. Die Zahl chronisch kranker Menschen, die in den vergangenen Jahren bereits gestiegen ist, wird also weiter zunehmen.<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>Sie m\u00f6chten den kompletten Artikel lesen? 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