{"id":2208,"date":"2020-05-28T12:48:30","date_gmt":"2020-05-28T12:48:30","guid":{"rendered":"https:\/\/ortho-orofacial.com\/?p=2208"},"modified":"2020-05-28T12:48:30","modified_gmt":"2020-05-28T12:48:30","slug":"digitaler-workflow-in-der-kfo-praxis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ortho-orofacial.com\/en\/digitaler-workflow-in-der-kfo-praxis\/","title":{"rendered":"Digitaler Workflow in der KFO-Praxis"},"content":{"rendered":"<h3>\u00dcber Intraoralscanner, Kanban-Boards, 3D-Druck und mehr<\/h3>\n<h4><em>von Dr. Aneta Pecanov-Schr\u00f6der, Bonn; Kathrin Schuldt, Hamburg<\/em><\/h4>\n<p><em>(ver\u00f6ffentlicht in Ausgabe 2\/2020)<\/em><\/p>\n<p>Die meisten Dentallabore in Deutschland sind bei ihrer t\u00e4glichen Arbeit bereits digital aufgestellt, bei den Zahn\u00e4rzten und Kieferorthop\u00e4den herrscht vielerorts noch vornehme Zur\u00fcckhaltung. Einer, der den Schritt aus der Komfortzone schon vor einiger Zeit gewagt und nicht bereut hat, ist Kieferorthop\u00e4de Dr. Oliver Liebl aus Wertheim. Im Gespr\u00e4ch mit ihm erfahren wir, an welchen Stellen sich die Digitalisierung in der Praxis konkret umsetzen l\u00e4sst, welche Erleichterungen ein gut abgestimmter digitaler Arbeitsablauf bringt und wo sich noch H\u00fcrden und Herausforderungen auftun.<\/p>\n<p>\u201eComputer und digitale Lebensbegleiter wie Smartphones, Tablets oder Smartwatches begeistern mich schon seit jeher. Vielleicht ist mir deswegen der Schritt in Richtung Digitalisierung leichter gefallen als manch anderem\u201c, erz\u00e4hlt Dr. Liebl und hat bereits mit der Gr\u00fcndung der eigenen Praxis im Jahr 2005 alles auf \u201edigital\u201c gesetzt \u2013 \u201ezumindest soweit das damals m\u00f6glich war. Angefangen habe ich mit digitalem R\u00f6ntgen, digitaler Fotografie, digitaler Auswertung der Diagnostikunterlagen und nat\u00fcrlich einer digitalen Praxisverwaltungssoftware inklusive Terminverwaltung, Patientenkarteikarten, Unterschriftendisplays etc.\u201c Auch nach digital arbeitenden KFO-Laboren hat er sich zu dieser Zeit schon umgesehen und begonnen, mit CA DIGITAL, eclipsLingual oder Idealsmile zusammenzuarbeiten, \u201eauch wenn wir immer noch die klassischen PVS-Abformungen und Gipsmodelle verwendet haben, die den Laboren dann zugesandt wurden.\u201c Mit der Anschaffung eines 3D-Modellscanners (orthoX, Dentaurum) im Jahr 2015 wurden in Liebls Praxis dann auch digitale Modelle erstellt. Etwa ein Jahr sp\u00e4ter folgte der In-traoralscanner (Omnicam Ortho, Dentsply Sirona) \u2013 damit wird heute t\u00e4glich abgeformt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #9b097a;\"><strong>Optimierte Prozesse in der Routine<\/strong><\/span><\/p>\n<p>\u201eDer digitale Workflow erstreckt sich bei uns \u00fcber alle Arbeitsfelder\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Liebl. Dabei versucht er stets, neue Ideen umzusetzen: \u201eZum Beispiel erfolgt die Patientenberatung bei uns mit klassischen Modellen und Musterzahnspangen, die zus\u00e4tzlich mit RFID-Sensoren ausgestattet sind. Das hat den Vorteil, dass der Patient oder die Eltern die Zahnspange haptisch \u201ebegreifen\u201c k\u00f6nnen. Durch einen auf RFID-Sensoren gespeicherten Link lassen sich so w\u00e4hrend der Beratung an einem\u00a0 Tablet oder Smartphone gleichzeitig entsprechende Videos aufrufen.\u201c Nach der Beratung bekommen die Patienten von Dr. Liebl ein ausgedrucktes Gespr\u00e4chsprotokoll und eine E-Mail mit Protokoll im PDF-Format und entsprechende Links zu Videoanimationen.<\/p>\n<p>Kieferorthop\u00e4de Liebl z\u00e4hlt auf: \u201eIn unserer Praxis haben wir bis heute folgende Abl\u00e4ufe optimiert und komplett digitalisiert: Patientenakte, Abrechnung, Dokumentation, digitales R\u00f6ntgen, 3D-Modellscan (nur noch zum Zweck der Archivierung), 3D-Intraoralscan, 3D-Modelldruck, digitale Schnittstellen zu unseren Laborpartnern (wir verwenden keine PVS-Abformungen oder Gipsmodelle in Zusammenarbeit mit Fremdlaboren), digitale Analysen und Fallplanung, digitales Setup (diagnostisch und f\u00fcr die Alignertherapie), digitales Design von CAD\/CAM-Apparaturen (SLS-GNEs, SLS-Maras\u2026) sowie die digitale Dokumentation der Hygiene- und Sterilisationsprozesskette, inklusive Chargendokumentation \u00fcber installierte Barcode-Scanner am Behandlungsstuhl.\u201c<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die Steuerung und das Management der digitalen Prozessketten wie Scannen, Importieren der Daten in die CAD\/CAM-Software, die Weiterverarbeitung der 3D-Daten bis hin zum 3D-Druck gibt es eine digitale L\u00f6sung: mit Hilfe eines Kanban-Boards mit Cloudl\u00f6sung behalten alle den \u00dcberblick \u00fcber den Status der gerade laufenden Arbeitsprozesse. (s. Abb. 1)<\/p>\n<p>\u201eDar\u00fcber hinaus haben wir ein praxisinternes Intranet mit individualisierten Inhalten, z.\u2009B. Patienten-Aufkl\u00e4rung, Demonstrationsvideos, Sicherheitsdatenbl\u00e4tter, Workflowbeschreibungen, Links zu unseren Partnerlaboren oder dem Link zum Kanban-Board. Au\u00dferdem t\u00fcfteln wir flei\u00dfig weiter, um digitale Workflows noch weiter zu optimieren oder Wege zu verk\u00fcrzen\u201c, erz\u00e4hlt Dr. Liebl nicht ohne Stolz.<\/p>\n<p><span style=\"color: #9b097a;\"><strong>Das A und O: Der passende Intraoralscanner<\/strong><\/span><\/p>\n<p>\u201eIn einer modernen kieferorthop\u00e4dischen Praxis sind f\u00fcr mich ein vern\u00fcnftiger Intraoralscanner und ein 3D-Drucker plus entsprechende Software (z.B. Onyx, Mark3D) unverzichtbar\u201c, konstatiert Liebl. \u201eScanner, Drucker und Software sind ein integraler Bestandteil unserer t\u00e4glichen Arbeit und ich muss mich auf diese Ger\u00e4te inklusive Software zu 100 Prozent verlassen k\u00f6nnen. Genauigkeit, Schnelligkeit und einfache Handhabung sind vor allem bei delegierbaren Arbeitsschritten wichtig. Aus diesem Grund verwenden wir Intraoralscanner und 3D-Drucker, die auf kieferorthop\u00e4dische T\u00e4tigkeiten ausgelegt sind.\u201c<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gebe es auch g\u00fcnstigere Scanner und Drucker, r\u00e4umt der digital erfahrene Kieferorthop\u00e4de ein, \u201eaber schlussendlich kommt es f\u00fcr mich auf ein funktionierendes und verl\u00e4ssliches Gesamtpaket an.\u201c Dabei ist f\u00fcr ihn die Arbeit mit offenen Systemen unverzichtbar, die STL-Dateiformate exportieren, importieren und verarbeiten k\u00f6nnen. Dr. Liebl resolut: \u201eDas gilt auch f\u00fcr die Laborpartner, denn ein Labor, das nicht die M\u00f6glichkeit anbietet, dieses Dateiformat zu verwenden, scheidet f\u00fcr mich rigoros aus!\u201c<\/p>\n<p>Es gibt noch gro\u00dfe Unterschiede zwischen den am Markt erh\u00e4ltlichen Intraoralscannern. Wie findet man das passende System? Schlie\u00dflich kommt es in erster Linie darauf an, einen optimalen Ausgangspunkt f\u00fcr eine pr\u00e4zise digitale Prozesskette zu schaffen. \u201eF\u00fcr mich war das wichtigste Entscheidungskriterium die gro\u00dfe Erfahrung, die Dentsply Sirona durch das CEREC-System bereits hat. Deshalb habe ich mich f\u00fcr Omnicam und Primescan Ortho 2.0 entschieden\u201c, erkl\u00e4rt Liebl. \u201eVor allem die Scangeschwindigkeit begeistert: ein Durchschnittsscan von Oberkiefer und Unterkiefer dauert etwa f\u00fcnf bis acht Minuten. Das sch\u00e4tzen Anwender wie Patienten. Wichtig war f\u00fcr mich auch die Einfachheit der Benutzung, denn alle Mitarbeiter in der Behandlungsassistenz sollen scannen. Gerade bei Primescan Ortho war die Einarbeitungszeit extrem kurz.\u201c Auch hinsichtlich der Abweichungstoleranz ist er zufrieden, w\u00fcnschenswert w\u00e4re aber eine noch bessere Integration in die Praxismanagementsoftware.<\/p>\n<p>Die digitale Abformung ist nicht nur benutzer- und patientenfreundlich (es treten weder W\u00fcrgereiz &#8230;<\/p>\n<p>Sie m\u00f6chten den kompletten Artikel lesen? 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