{"id":2928,"date":"2020-12-03T12:46:10","date_gmt":"2020-12-03T12:46:10","guid":{"rendered":"https:\/\/ortho-orofacial.com\/?p=2928"},"modified":"2020-12-03T12:46:10","modified_gmt":"2020-12-03T12:46:10","slug":"dr-future-roboter-in-der-medizin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ortho-orofacial.com\/en\/dr-future-roboter-in-der-medizin\/","title":{"rendered":"Dr. Future: Roboter in der Medizin"},"content":{"rendered":"<h3>OP-Roboter, K\u00fcnstliche Intelligenz in der Medizin \u2013<br \/>\nall das klingt nach Zukunft. Und ist doch schon heute Realit\u00e4t. Ein Auszug aus der Studie \u201eHealth Trends\u201c des Zukunftsinstitutes.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><em>Von Janine Seitz mit freundlicher Genehmigung des <a href=\"http:\/\/www.zukunftsinstitut.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">zukunfts<strong>institus<\/strong><\/a><\/em><\/h5>\n<p>Schon heute kommen selbststeuernde Roboter zum Einsatz, die Transportdienste wie Essensauslieferungen oder die Bef\u00f6rderung von W\u00e4sche oder Medikamenten ausf\u00fchren. Spezielle Pflegebetten \u00fcbernehmen das Umlagern von Patienten vollautomatisch in einstellbaren Zeitintervallen. Das ist nicht mehr gruselig, sobald man sich an die wohltuenden Dienste von Massagest\u00fchlen erinnert. Auch in der Verwaltung ist die Automatisierung auf dem Vormarsch: Prozessorientierte IT-Systeme verkn\u00fcpfen bereits heute bestehende Spezialsysteme und erm\u00f6glichen den Austausch von Daten \u00fcber Abteilungen und auch externe Gesundheitsversorger hinaus.<\/p>\n<div id=\"attachment_2898\" style=\"width: 226px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/ortho-orofacial.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Dr.-Future-2.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2898\" class=\"wp-image-2898 size-medium\" src=\"https:\/\/ortho-orofacial.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Dr.-Future-2-216x300.png\" alt=\"\" width=\"216\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/ortho-orofacial.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Dr.-Future-2-216x300.png 216w, https:\/\/ortho-orofacial.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Dr.-Future-2-738x1024.png 738w, https:\/\/ortho-orofacial.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Dr.-Future-2-768x1065.png 768w, https:\/\/ortho-orofacial.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Dr.-Future-2-1107x1536.png 1107w, https:\/\/ortho-orofacial.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Dr.-Future-2.png 1465w\" sizes=\"(max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2898\" class=\"wp-caption-text\">Basis: Bev\u00f6lkerung ab 15 Jahren<br \/>Quelle: European Commission<\/p><\/div>\n<p>Der voranschreitende demografische Wandel und die zunehmende Zahl an pflegebed\u00fcrftigen Menschen wird zu einem Einsatz von Robotik in der Pflegebranche f\u00fchren. Der Nutzen liegt zum einen in Kostenersparnissen (inzwischen sind zahlreiche Krankenhausbetriebe in privater Hand und m\u00fcssen sich der Wirtschaftlichkeit stellen), zum anderen aber auch in der Bek\u00e4mpfung des Fachkr\u00e4ftemangels im Pflegesektor. Automatisierung hebt die Versorgungsqualit\u00e4t schlie\u00dflich auf eine neue Stufe.<\/p>\n<p>Lediglich jeder Vierte in Deutschland m\u00f6chte selbst von einem Roboter gepflegt werden (BMBF 2015). Das Vertrauen in Robotik w\u00e4chst allerdings: \u00dcber 50 Prozent der deutschen Bev\u00f6lkerung f\u00fchlt sich bei dem Gedanken wohl, dass ein Roboter f\u00fcr \u00e4ltere oder behinderte Menschen T\u00e4tigkeiten erledigt oder diesen Dienst an der Gesellschaft leistet. Hier zeigt sich die Diskrepanz zwischen der gesellschaftlichen Bedeutung von Automated Healthcare f\u00fcr eine alternde Bev\u00f6lkerung und der pers\u00f6nlichen Vorstellung: gesellschaftlich sinnvoll, aber nicht f\u00fcr mich pers\u00f6nlich! Dabei ist die Angst meist irrational und an Vorstellungen von humanoiden Robotern gekn\u00fcpft. Tats\u00e4chlich sehen Roboter jedoch oft ganz anders aus.<\/p>\n<p>Das zeigt sich auch in der Aussage, dass sich nur knapp 20 Prozent mit dem Gedanken wohlf\u00fchlen, ein Roboter nehme einen medizinischen Eingriff an ihnen vor. Dass dies jedoch l\u00e4ngst Realit\u00e4t ist, beweisen OP-Roboter, die vor allem in der Chirurgie eingesetzt werden. Bereits 2012 wurden nach Sch\u00e4tzungen des IFR 450.000 Operationen weltweit mit Medizinrobotern get\u00e4tigt. Das Statistische Bundesamt vermeldet f\u00fcr das Jahr 2014 knapp 10.000 Operationen, bei denen ein OP-Roboter in deutschen Krankenh\u00e4usern zum Einsatz kam. Im Vergleich dazu lag 2010 die Anzahl gerade einmal bei gut 5.200 Operationen. Aktuell ist die Anschaffung von Medizinrobotern noch mit hohen Kosten verbunden, doch gilt der allt\u00e4gliche Einsatz von Operations-Robotern als ein sehr wahrscheinliches Szenario unter Experten.<\/p>\n<p><strong>Best practice: <\/strong><br \/>\n<strong>Robo-Assistent im OP-Saal<\/strong><\/p>\n<p>Das am h\u00e4ufigsten genutzte OP-Robotiksystem ist derzeit Da Vinci vom kalifornischen Unternehmen Intuitive Surgical (davincisurgery.com). Weltweit wird das System von mehr als 3.600, in Deutschland von \u00fcber 60 Kliniken eingesetzt. Urspr\u00fcnglich wurde der Medizinroboter in den 1980er Jahren f\u00fcr das US-amerikanische Milit\u00e4r entwickelt, um verwundete Soldaten ferngesteuert operieren zu k\u00f6nnen. Seit 1998 kommt das Robotersystem in Kliniken zum Einsatz, heute in erster Linie zur minimalinvasiven robotergest\u00fctzten Chirurgie bei Prostata-, Blasen- und Nierenoperationen. Der Chirurg kann die vier Arme des Roboters millimetergenau steuern\u00a0\u2013 unwillk\u00fcrliche Bewegungen wie das Zittern der H\u00e4nde werden ausgeglichen. Das Kamerasystem kann zudem ein bis zu zehnfach vergr\u00f6\u00dfertes Bild liefern, sodass auch feinste Strukturen des Gewebes erkennbar sind.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Bildnachweis<\/strong><\/p>\n<p>(C) Damian Horatiu Sultanoiu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>OP-Roboter, K\u00fcnstliche Intelligenz in der Medizin \u2013 all das klingt nach Zukunft. Und ist doch schon heute Realit\u00e4t. Ein Auszug aus der Studie \u201eHealth Trends\u201c des Zukunftsinstitutes. &nbsp; Von Janine Seitz mit freundlicher Genehmigung des zukunftsinstitus Schon heute kommen selbststeuernde Roboter zum Einsatz, die Transportdienste wie Essensauslieferungen oder die Bef\u00f6rderung von W\u00e4sche oder Medikamenten ausf\u00fchren. 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