Der Herbst wird hybrid

DGKFO-Jahrestagung überschneidet sich mit neuem IDS-Termin

„Mit Blick auf die unveränderten Herausforderungen der Corona-Pandemie in Deutschland und die zu erwartende Fortsetzung der umfassenden Einschränkung persönlicher Kontakte durch Bund, Länder und Kommunen zu Beginn des neuen Jahres haben der VDDI-Vorstand, die Gesellschaft zur Förderung der Dentalindustrie mbH (GFDI) (Wirtschaftsunternehmen des VDDI) und die Koelnmesse entschieden, die IDS – Internationale Dental-Schau – zu verschieben. Die ursprünglich für 10. bis 13. März geplante Messe wird nun vom 22. bis 25. September 2021 stattfinden.“ Mit dieser Nachricht kamen die IDS-Verantwortlichen kurz vor Weihnachten in die dentalen Redaktionen – eine richtige, verantwortungsvolle Entscheidung, fraglos. Die Terminwahl allerdings stimmt nachdenklich.

Im September … war doch was?

Ein zweiter Blick in die kieferorthopädischen Kalender zeigt nämlich: Zeitgleich steht dort bereits seit Langem die Jahrestagung der DGKFO. Diese war 2020 aufgrund der Pandemie entfallen, so dass für 2021 mit Prof. Dr. Philipp Meyer-Marcotty (Tagungspräsident 2021) und Prof. Dr. Dr. Bernd Lapatki (Tagungspräsident 2020) zwei „Programmpräsidenten“ ein Spannung versprechendes Programm auf die Beine gestellt haben. Eine Absprache habe nicht stattgefunden, so die DGKFO auf Nachfrage, eine Terminverschiebung sei ausgeschlossen. „Die DGKFO hat schon langfristig die Verträge für den Termin der Jahrestagung im September 2021 gemacht und wird an dem Termin festhalten.“

Ein Dilemma also, wenn die Kolleginnen und Kollegen sowohl die Inno­vationen der IDS sehen, die spezifischen Neuerungen des KFO-Marktes auf der Dentalausstellung der DGKFO bestaunen und dennoch die hervorragend abgestimmten wissenschaftlichen Vorträge nicht verpassen wollen? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Denn beide Veranstaltungen planen ein hybrides Konzept.

Parallel und doch vereinbar?

„Aktuell ist geplant, das Wissenschaftliche Programm sowohl live vor Ort wie auch online abrufbar anzubieten“, bestätigt MCI Deutschland, die mit der Durchführung der DGKFO-Jahrestagung beauftragte Agentur. Auch für die Dentalausstellung liege bereits ein Hybrid-Entwurf vor, allerdings sei man hier erst noch in Abstimmung mit den Ausstellungspartnern. Flexibilität sei das Gebot der Stunde: „Im Moment ist noch nicht absehbar, wie sich das pandemische Geschehen bis zum September entwickelt. Wir müssen deshalb flexibel auf die Anforderungen reagieren – werden aber in jedem Fall ein umfassendes Hygienekonzept aufstellen.“

Da auch die IDS mit einem Messekonzept aufwartet, „das hybride, also reale und digitale Umsetzungselemente vereint“, bleiben für die interessierte Fachwelt sowie für Aussteller mehrere Möglichkeiten, beide Veranstaltungen unter einen Hut zu bringen. Und – für alle, die doch lieber live unterwegs sind: So weit ist Köln von Wiesbaden dann auch nicht entfernt.


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